Belastungs-EKG auf dem Fahrradergometer



Was ein EKG ist, haben wir im Kapitel EKG kurz beschrieben.

Das Belastungs-EKG, auch Ergometrie genannt, ist eine Untersuchung, bei der zunächst unter Ruhebedingungen ein EKG abgeleitet wird. Der Patient sitzt auf einem Fitnessfahrrad, dem Ergometer. Unter zunehmender Fahrradbelastung erfolgen eine kontinuierliche Überwachung des Patienten und der EKG-Aufzeichnung sowie eine regelmäßige Blutdruckkontrolle. Der Widerstand, gegen den dabei angetreten werden muss, wird langsam bis zur Belastungsgrenze gesteigert. Die Ergometer-Untersuchungen werden bei uns stets im Beisein des Arztes und einer Helferin durchgeführt, um rechtzeitig kritische Situationen erkennen und entsprechend reagieren zu können.

Abgebrochen wird die Untersuchung, wenn entweder die Belastungsgrenze erreicht wird, der Patient erschöpft ist, der Blutdruck auf zu hohe Werte steigt oder sich krankhafte Hinweise im EKG zeigen, die einen Abbruch erfordern.

Die Untersuchung wird zumeist durchgeführt, wenn der Verdacht auf eine Herzkranzgefäßerkrankung (koronare Herzkrankheit) besteht oder eine pathologische Blutdruckregulation unter Belastungsbedingungen vermutet wird. Auch dient sie der Einschätzung des Verlaufs und der Therapie von Herzkreislauferkrankungen.

Natürlich ist diese Untersuchung auch für Sportler, insbesondere jenseits des 30. Lebensjahres, zu empfehlen, um festzustellen, ob eine bis dahin nicht entdeckte Erkrankung des Herzkreislaufsystems besteht und sie bei der Ausübung ihres Sports in irgendeiner Weise gefährdet sind.

Das Belastungs-EKG ist auch Pflichtbestandteil einer Tauchfähigkeitsuntersuchung, die wir in unserer Praxis anbieten.